Das Wohl der uns anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht für den Musikverein Reichenbach e.V. an oberster Stelle. Unsere Angebote sollen sichere Räume sein und auch als solche wahrgenommen werden.

Dazu haben wir Strukturen geschaffen, in denen sich Kinder und Jugendliche sicher und wohl fühlen, damit sie sich zu starken, einfühlsamen und individuellen Persönlichkeiten entwickeln können. Alle Kinder und Jugendliche haben eine Persönlichkeit, die es zu respektieren, weiterzuentwickeln, zu stärken und zu schützen gilt. Eine individuelle Entfaltungsmöglichkeit führt zu einem gesunden Selbstbewusstsein und fördert die Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Ein gestärktes Selbstbewusstsein schafft die Selbstverständlichkeit, eigene Grenzen zu formulieren und die anderer zu achten.

Der Verhaltenskodex ist eine Orientierungshilfe für angemessene Verhaltensweisen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Durch den Verhaltenskodex und das Schutzkonzept sollen Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt so schwer wie möglich gemacht und verhindert werden.

Für alle Personen, die im Musikverein Reichenbach e.V. und bei deren Veranstaltungen Verantwortung übernehmen und Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, ist dieser Verhaltenskodex bindend. Um dies zu dokumentieren, haben sich alle in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Musikverein Reichenbach e.V. verpflichtet diesen Kodex einzuhalten.

Der Kodex beinhaltet:

(Hier in Kurzform veröffentlicht, Langtext gerne auf Anfrage)

  • Vorbildfunktion: Beachtung der Wortwahl, keine mehrdeutigen Bemerkungen, kein Bloßstellen.
  • Persönlichkeit und Selbstwirksamkeit: Förderung der Persönlichkeit, kein respektloses, diskriminierendes Verhalten. Einschreiten bei beobachteten Grenzüberschreitungen. Bestärkung „Nein“ zu sagen, Stopp-Regel bei Überschreitungen von Grenzen.
  • Gleichberechtigung und soziales Miteinander: Gleichberechtigte Teilhabe fördern, vertrauensvolles, achtsames und wohlwollendes Behandeln des Gegenübers. Offener, toleranter und respektvoller Umgang.
  • Partizipation: Förderung der Beteiligung an Vereinsaktivitäten.
  • Kritik: Konstruktiver, lösungsorientierter Umgang mit Kritik – auch unter Einbeziehung Außenstehender, falls notwendig.
  • Nähe, Distanz und Machtverhältnis: Keine Bevorzugung von Kindern, auch keinen Einzelkontakt der Ausbilder zu Kindern über soziale Medien. Persönliche Grenzen der Ausbilder und Kinder gegenseitig respektieren.
  • Verdachtsmomente und Ansprechpersonen: Aktiv werden bei Grenzverletzungen und Fehlverhalten. Bei konkreten Anlässen Hilfe durch neutrale Ansprechpersonen (Jugendleitung) einholen.
  • Übernachtungen und Intimsphäre: Bei Freizeitaktivitäten geschlechtergetrennte Unterbringung. Kein Übernachten mit Ausbildern im gleichen Zimmer. Privatsphäre wird gewahrt.
  • Körperkontakt und 1:1-Situationen: Hilfestellung (Instrumentalunterricht) mit möglichst wenig und nur notwendigem sowie begründetem Körperkontakt.
  • Medien und soziale Netzwerke: Fotos und Videos bzw. deren Verbreitung nur mit Einverständnis der Teilnehmer bzw. Erziehungsberechtigten. Keine Erstellung und Veröffentlichung von Bildern und Videos in unangenehmen, diskriminierenden und intimen Situationen.

Mit Ihrer Unterschrift haben sich alle Ausbilder diesem Verhaltenskodex verpflichtet.